Montag, 31. Dezember 2012

Kluge Ziele?!

Zitat Homer Simpson: "Ich bin so klug, ich bin so klug, K-L-U-K!"

Wie lautet der erste Schritt der Problemlösung? Erkennen, dass es ein Problem gibt. Heute haben wir uns also hier virtuell versammelt, um über Ziele zu sprechen. Denn viele setzen sich zum neuen Jahr Ziele. Wie erfolgreich deren Umsetzung ist, steht auf einem anderen Blatt.

Persönlich halte ich es so, dass ich nach der Problemidentifikation unmittelbar damit anfange, das Problem anzugehen - und nicht ritualhaft auf einen bestimmten Tag warte. Ich weiß noch, wie mir vor vielen, vielen Monaten ein Anzug zu einem Anlass etwas zu eng saß. Da stellte ich meine Ernährung um - erfolgreich und dauerhaft.

Aber was macht Ziele gut zu verfolgen bzw. zu erreichen? Englisch ist da eine passendere Sprache - what are smart goals?
S - Simple
M - Measurable
A - Affect
R - Reasonable
T - Timed

Ein schönes, und sehr passendes Akronym. Ein gutes Ziel ist strukturell einfach, messbar, emotional geladen, realistisch und in einem vernünftigen Zeitrahmen gesetzt.

Strukturelle Einfachheit ist wichtig, weil übermäßig komplexe Ziele etwas davon haben, eine Konversation voraus zu planen. Stattdessen konzentriert man sich lieber auf das Ziel der Konversation, nicht auf die einzelnen Worte.

Messbarkeit sorgt für Erfolgserlebnisse. Damit man weiß, man hat sein Ziel (oder ein Schritt zum Ziel) erreicht.

Emotionale Ladung ist meiner Überzeugung nach der wichtigste Aspekt. Ziele, mit denen man emotional etwas verbindet, beziehungsweise die man in ein wichtiges größeres Oberziel integrieren kann, lassen sich viel viel einfacher umsetzen als emotional neutrale Ziele. Die verfolgt man wenn dann nämlich aus volitionalen und nicht motivationalen Gründen, und rein volitionale Ziele zu verfolgen bedeutet immer einen Kampf gegen innere Widerstände.

Realistisch, nun, sich Flügel wachsen lassen zu wollen wird nicht klappen. Tut mir leid. Es sollte schon menschenmöglich erreichbar sein. Man kann durchaus groß träumen, und große Ziele haben - aber sie sollten nicht gegen die Gesetzmäßigkeiten unserer Welt verstoßen.

Der Zeitrahmen hat zwei Begrenzungen: Einerseits darf er nicht unrealistisch eng sein, aber er darf auch nicht zu weit sein, da sonst möglicherweise der Antrieb, etwas zu tun, nachlässt. Irgendwo in der Mitte zwischen diesen Extremen sollte er sich befinden. (Zeitrahmen spielt natürlich keine Rolle, wenn man etwas dauerhaft ändert.)

In dem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr - und wenn du Vorsätze haben solltest, erfolgreiche!

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