Dienstag, 25. Dezember 2012

Seufz.

So etwas wünscht man sich zu Weihnachten. Wegen Schweigepflicht und co nur relativ grob umrissen.

Vor etwas über fünf Jahren half ich einer damals Jugendlichen bei verschiedenen Angststörungen - eigentlich nur im Rahmen von Sofortmaßnahmen um die Zeit bei einem Therapeuten zu überbrücken. Denn da es da um den Schulabschluss ging, war die ganze Sache zeitkritisch. Also ein paar einfache behavioristische Techniken. Die wirkten aber so gut, dass die Idee mit der Therapie irgendwie eingeschlafen ist.

Heute bekam ich dann einen Anruf von der Mutter. Die (inzwischen) junge Frau hat sich dann nach über fünf Jahren, um einfach mal alles aus ihrer Kindheit aufzuarbeiten, doch für den Beginn einer Therapie entschieden. Nachdem sie nun fast fünf Jahre überwiegend angstfrei war, läge sie jetzt nur noch seit Tagen zusammengerollt da, weint in sich hinein, und schwadroniert über ihre Ängste.

Da ist etwas ziemlich schiefgelaufen. Bloß aus der Entfernung kann ich auch nicht sagen, was. Und mit Urteilen möchte ich mich da zurückhalten. Also habe ich dann nur an die Übungen von damals erinnert und die Adresse von einer Kollegin durchgegeben, die in der Gegend ihre Praxis hat. Keine Ahnung, wo sie bisher war - denn ganz ehrlich, so eine drastische Verschlimmerung hinzubekommen ist schon eine Kunst. Nur nach allem, was mir so erzählt wurde (was aber etwas von Stiller Post hat - immerhin über zwei Ecken), wundert es mich nicht. Wäre interessant zu erforschen, ob man mit den da eingesetzten Methoden auch Angstzustände in von vornherein gesunden Personen auslösen könnte.

Meine Vermutung ist "ja". Das ist das Gefährliche an rein geistigen Prozessen.

Hm. Irgendwie muss ich gerade an Albert denken.

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