Freitag, 18. Januar 2013

Brocken, Steine und Kieselchen

Vor einiger Zeit malte ich ein sprachliches Bild, um meine Sicht darüber zu erklären, weshalb bei psychischen Problemen oft mehr als nur die auslösende Ursache (siehe dazu auch "So etwas gibt es nicht!") angegangen werden sollte.

Ich fand es recht gelungen, daher dachte ich mal, ich teile es mit der Welt:

Ein Bild, das mir da in den Sinn kommt, ist folgendes: Auf dem Weg durchs Leben trägt man so etwas wie einen Korb auf dem Rücken. Immer wieder landen da kleinere und größere Steinchen drin, die mehr oder weniger normalen Belastungen, die uns unseren Gang erschweren. Nun kann es passieren, dass ein besonders dicker Brocken darin landet, der einen nach hinten zieht, umfallen lässt; und man daliegt wie eine auf dem Rücken gedrehte Schildkröte. Tragisch nun ist, selbst wenn man den Brocken irgendwie überwindet, kann sich doch schon vorher so viel Geröll angesammelt haben, dass man mit ihm als Ballast nicht wieder aufstehen kann. Sie zu tragen war kein Problem, aber sobald man erst einmal mit ihnen liegt, entfalten sie ihre eigene Dynamik.
Manchmal auch muss man sich erst um das Geröll kümmern, um den Brocken herausräumen zu können. Alleine schon, um genug Hebelwirkung aufzubauen.

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