Montag, 28. Januar 2013

Die Ketten des Geistes und der Advocatus Diaboli II

Was, nun, hat der Advocatus Diaboli mit der Psychologie zu tun? Nun, wie schon einmal geschrieben, ist die Vorstellung überholt, nur die tatsächlichen oder vermuteten Auslöser von psychischen Auffälligkeiten zu betrachten. Interessanter sind die aktuellen psychischen Prozesse. Diese können körperlicher Natur sein, aber dann hat man selbst ohnehin nur beratende Funktion.

Sind sie aber geistiger Natur, egal ob subbewusst ankonditioniert oder als Glaubenssatz kristallisiert, dann sollte man an denen arbeiten. Allerdings nicht mit der Brechstange. Logik, versuchen zu "überreden", so direkten Methoden sind jene Aspekte nicht zugänglich. Dagegen wird abgeblockt. Man muss über die Prozesse daran, egal ob emotionaler oder motivationaler Natur. Alternativen aufzeigen. Lücken aufzeigen. So irrsinnig es auch zuerst klingt, man überzeugt niemanden, wenn man ihn direkt überzeugen will. Zumindest nicht dauerhaft. Stattdessen führt man denjenigen auf den Weg, sich selbst zu überzeugen.

Außerhalb eines psychologischen Kontextes die Rolle des Advocatus Diaboli zu übernehmen kann dabei helfen, sich darin zu üben.

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