Freitag, 11. Januar 2013

Die Vielzahl der Wege

Ein spontaner Einwurf meinerseits gestern im Vortrag auf die Frage, was denn die beste Lernmethode sei, ist es durchaus wert, auch hier zusammengetippselt zu werden:

Nicht alle Menschen sind gleich. Wenn man etwas findet, was für einen selbst funktioniert, ist das toll! Jedoch kein Grund, in missionarischen Eifer zu geraten und dies allen als die ultimative Lösung verkaufen. Es gibt viele Lernmethoden, manche erfolgsversprechender als andere; jedoch wird keine für alle funktionieren. Zumindest nicht gleich gut.

Auch in Problemen in der Praxis hat man (idealerweise) einen ganzen Blumenstrauß an Techniken, um den Klienten zu helfen - wobei die Auswahl dann auf den Klienten abgestimmt sein sollte.

Genauso sollte man selbst sich für die Lernmethoden entscheiden, die einem selbst am meisten bringen. Im Laufe des Lebens sollte man da ja schon ein paar Erfahrungen gemacht haben. Allerdings sollte man auch eine gewisse Neugier und Experimentierfreude an den Tag legen, wenn man mit neuen Ideen konfrontiert wird.

Kniffe wären zum Beispiel so etwas wie der Selbstreferenzeffekt (Wissen mit sich selbst in Zusammenhang bringen), an Beispielen demonstrieren, an möglichst unterschiedlichen Orten lernen, anderen das Gelernte erklären, Wissensnetzwerke anlegen (also Verknüpfungspunkte zu bekannten Wissensinhalte suchen); daneben noch die üblichen Ratschläge im Sinne von unterschiedliche Sinnesmodalitäten nutzen.

Nur was immer du gefunden haben magst, was für dich am besten wirkt, glaube nicht, es wird bei allen Menschen gleich gut funktionieren. Das ist eher... unwahrscheinlich.

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