Dienstag, 1. Januar 2013

Frohes neues Jahr!

Ich wünsche dir ein frohes, erfolgreiches und schönes neues Jahr!

Heute möchte ich etwas aufgreifen, was schon in zwei anderen Beiträgen angeschnitten worden ist. Beginnen wir mit meinen Erlebnissen im Erste-Hilfe-Kurs.

Neben diesen ... interessanten ... Einsichten aus dem Publikum wurden auch eine Reihe von praktischen Übungen gemacht. Von Leuten in die stabile Seitenlage legen bis hin zur Wiederbelebung von Puppen. Käme ich so mal eben auf der Straße auf die Idee, eine Herzmassage bei einer Puppe zu machen? Nein. Auf der Veranstaltung? Da sah es anders aus. Hier haben wir wieder den Spaß mit Vorab-Rahmensetzung. Und dies ist auch, was ich mit folgendem Zitat meinte:
"Diese ganzen Hypnoseshows wirken in erster Linie durch etwas, was dir auch schon bekannt sein sollte: Vorab-Rahmensetzung."
Das Bild, was von allem, was auch nur entfernt an Psychologie angelehnt ist, in den Medien vermittelt wird, ist ziemlich schräg. Danach sind wir alle alles analysierende Freudianer. Na ja. Überrascht mich, ehrlich gesagt, nicht. Ist in anderen Wissenschaftsgebieten auch nicht anders. Ich erinnere mich noch, und das war während der Jahrtausendwende, wo mir allen ernstes eine Lehrerin im Leistungskurs erzählt hatte, Protonen und Neutronen wären die kleinsten Teilchen, kleiner gäbe es nicht. Das war ja damals nur schon so seit ca. sechzig Jahren überholtes Wissen.

Lustig wird das ganze, wenn es um Hypnose geht. Ich habe mein erstes Beispiel mit dem Fernseher bewusst gewählt, um das ganze zu Demystifizieren. Warum funktionieren solche Kunststücke in Hypnoseshows? Vorabrahmensetzung. Es ist letztendlich genau dieselbe Sache wie bei den Übungen im Erste-Hilfe-Kurs. Die wahre "Magie" steckt oft woanders, und ist viel unaufregender, als sie den Anschein erweckt.

Wobei durchaus zu sagen ist, dass das genaue Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und unbewussten Vorgängen noch alles andere als komplett entschlüsselt ist. Mir ist da ein Effekt, der in mehreren Studien beobachtet worden ist, lebhaft in Erinnerung geblieben: Personen mit einer Schädigung in einem bestimmten Bereich des visuellen Cortex (also des Teils des Gehirns, der für das Sehen zuständig ist) sind dadurch bedingt blind. Sie sehen nichts, reagieren absolut gar nicht auf visuelle Reize, und nehmen sie auch bewusst nicht wahr. Lässt man sie (also die Personen, bei denen die Blindheit auf die Schädigung in jenem bestimmten Bereich des Gehirns beruht) jedoch raten, was sie vor sich haben, da gab es Studien zu Formen und Farben, dann haben sie nahezu immer (und ganz weit übersignifikant) richtig geraten. Wie geht das? Ich weiß es nicht. Das ist die andere Seite der Medaille: Manchmal hat man dann doch Momente, die einen innehalten lassen.

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