Donnerstag, 7. März 2013

Korrelationsrichtungsspaß

Heute mal wieder lustige Erkenntnisse über Videospiele: Sie sollen das Wohlbefinden älterer Menschen steigern. (Kurzfassung: Nichtspieler sind signifikant depressiver.)

Ich glaube ja eher, dass die Kausalkette umgekehrt ist.
- Offenheit für Neues, Kenntnisse im Umgang mit neuer Technik, motorische und kognitive Fähigkeiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit zu spielen, und sind zudem Präventivfaktoren.
- Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit ist eine Begleiterscheinung von Depressionen.

Das ist das Problem bei Querschnittsuntersuchungen. Ursache und Wirkung sind bei gefundenen Korrelationen nicht immer sofort klar ersichtlich.

Da gibt es ja auch dieses Adipositasparadox: Leicht übergewichtige Personen sollen bei schweren Erkrankungen eine höhere Überlebenschance haben als Normalgewichtige. Dummerweise bedingt nicht nur Übergewicht eher das Auftreten jener Krankheiten, sondern vor dem Tod bei vielen schweren Erkrankungen bauen Patienten auch enorm ab. Heißt die, die leider versterben, verlieren zuvor an Gewicht, und das sorgt für das Paradox.

Ich empfehle tödliche Krankheitsverläufe ausdrücklich nicht als Diätmethode.

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