Montag, 25. März 2013

Wie man richtig Feedback gibt!

Wenden wir einfach mal alles an, was sich aus den Erkenntnissen der Lern- und Motivationspsychologie ergibt. Nämlich eine ziemlich simple Formel:

Lob + Vorschlag zur Verbesserung

Klingt simpel? Ist simpel! Durch das Lob hebt man erst einmal die Stimmung. Gleichzeitig wird es mit dem Vorschlag zur Verbesserung assoziiert. Und der Vorschlag ist konkret.

Ich sehe oft, dass eher so etwas empfohlen wird a la "erst das Positive, dann das Negative". Das ist einerseits durchaus gut, andererseits aber auch nicht. Das Negative ist unkonkret. Es löst das aversive Motivationssystem aus. Es löst den falschen State aus. Tatsächlich ist der Vorschlag zur Verbesserung ja auch nur quasi die andere Seite der Medaille, denn dahinter steht ja immer etwas, was negativ ist - bloß es wirkt anders.

Und der Vorschlag wird viel eher akzeptiert - da das Lob nur wirklich "geschluckt" werden kann, wenn man auch den damit einhergehenden Vorschlag mitschluckt und umsetzt.

Dahinter steht auch ein Problem, das ganz generell mit dem aversivem Motivationssystem verbunden ist. Es steht für eine "weg von"-Richtung. Wenn ich beispielsweise bei einer Abschlussarbeit rückmelden würde, "die Diskussion ist mangelhaft", dann mag es da durchaus Änderungen geben - nur was für welche, ist nicht vorhersehbar. Können Verbesserungen sein. Könnten auch Verschlechterungen sein. Schlage ich hingegen vor, auf welche Art und Weise die Diskussion verbessert werden kann, dann wird das in aller Regel umgesetzt.
Am Ende gewinnen so beide.

Und darum sollte es letztendlich gehen. Feedback gibt man ja nicht zum Selbstzweck.

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