Samstag, 13. April 2013

Prüfungsrahmen

Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Prüfungen. Mit einer habe ich ein Problem. Jene, die Geld kosten. Insbesondere jene, die spürbar in den Geldbeutel gehen - heißt andersgesagt, jene, mit denen die Prüfberechtigten Geld verdienen.

Ich will nicht behaupten, dass die Mechaniken, die ich dabei beobachtet habe, absichtlich "eingebaut" worden sind. Hanlons Gesetz, man soll nicht auf Böshaftigkeit attribuieren, was auch durch Ignoranz erklärbar ist.

Kürzlich hatte ich mit so einer Prüfung zu tun. Und Himmel, ich weiß, was für einen Ruf manche Universitätsprüfungen haben, aber schauen wir uns doch mal an, wie so eine kommerzielle Prüfung aussah:

- Vorabrahmensetzung: Letzte Woche sind 10 von 11 Leuten durchgefallen.
- Prüfungsmodalität: Ein Fehler, durchgefallen. In der Prüfungszeit keine Chance, Fehler zu korrigieren. Heißt entweder es klappt auf Anhieb, oder Ende.
- Innerhalb der Vorbereitungszeit keine Bereitschaft, auf die Prüfungssituation vorzubereiten.
- Überraschende Information von Zusatzaufgaben unmittelbar vor der Prüfung.
- Lange Wartezeit (über 1,5 Stunden) vor Prüfungsbeginn vor Ort.
- Im Falle des Durchfallens öffentliche Zurschaustellung vor allen anderen Anwesenden.

Keine Selbstzensur hier. Heilige. Scheiße. Das passiert, wenn man psychologische Prinzipien für üble Zwecke ausnutzt. Wie gesagt, ich sage nicht, dass das bewusst geschieht. Nur die Wirkung ist drastisch - all das sorgt für weitaus mehr Aufregung, als es die eigentliche Aufgabenschwierigkeit gebietet. Was wiederum zu Flüchtigkeitsfehlern führen kann. Wodurch die Sache mit der Prüfungsmodalität voll reinschlägt.

Aber hey, jeder, der da durchfällt, sorgt für sehr hohe Einnahmen bei den Veranstaltern. Mich wundert das daher nicht, wie sich das entwickelt hat.

Nur gut finden werde ich es nicht. Tut mir leid, aber solche Prüfungen sind abartig.

Punkt.

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