Mittwoch, 26. März 2014

Ein paar ausgewählte Rahmen aus dem Werkzeugkasten VI

Jetzt mal ein auf den ersten Blick sehr einfacher Rahmen - der jedoch oft genug völlig daneben geht. Gerade zum Beispiel Politiker lieben ihn; setzen ihn dabei jedoch auf eine Art und Weise ein, bei der zentrale Elemente fehlen. Und daher - zumindest bei einem aufmerksamen Publikum - das Gegenteil dessen erreicht wird, was eigentlich beabsichtigt war. Überspitztes Beispiel: "Es geht gar nicht darum, ob die Steuer gerecht ist - sondern darum, was Godwin über Hunde zu sagen hat!"

Themenwechsel

Das Beispiel oben soll zeigen, wie es nicht geht. Ein richtiger Themenwechsel erlaubt zwei Dinge, einerseits den Blick auf ein Problemfeld zu verändern, andererseits auch Ressourcen zu erschließen.
Dafür ist es nötig, dass das Thema, auf das gewechselt wird, strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Ursprungsthema hat, jedoch vom Gegenüber anders betrachtet wird, bzw. anders emotional besetzt ist. Ist die strukturelle Ähnlichkeit nicht vorhanden, baut man nur einen Strohmann auf.
Nehmen wir einmal ein Beispiel aus der pädagogischen Ecke. Sagen wir, ein Kind hat Schwierigkeiten, sich für ein bestimmtes Fach zu motivieren. Ein gelungener Themenwechsel wäre nun möglich zu irgendeinem anderen Lebensbereich, in dem neue Kenntnisse erworben werden und die Person dazu motiviert ist (Hobbies sind hier oft ein guter Ansatzpunkt), das ganze dann beim Bau der Brücke zurück aufs ursprüngliche Thema verbunden mit motivationalen Anreizen bezogen auf die Ursache, warum es zum Motivationsloch kommt. Würde man hingegen über unmotivierende Lehrende schwadronieren - viel Glück. Wäre auch ein Themenwechsel, aber kein zielführender.

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