Montag, 7. April 2014

Ein paar ausgewählte Rahmen aus dem Werkzeugkasten IX

Der folgende Rahmen ist meiner Erfahrung nach zwar überaus hilfreich, braucht aber Vorbereitung - und das nicht nur, was das eigentliche Problem anbelangt. Er ist ziemlich komplex - knallt man den jemanden ohne vorbereitenden Vorabrahmen an den Kopf, ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass er nicht funktioniert. Tatsächlich habe ich deshalb auch überlegt, ob ich den überhaupt vorstelle. Und einen wirklich passenden Namen hat er auch nicht.

Der Blick hinter die Kulissen

Was er ist, erklärt sich am besten damit, wie man ihn vorbereitet. Eine Möglichkeit: Sobald man die nötigen Informationen hat, führt man irgendeinen Zaubertrick vor (z.B. so etwas hier), und lässt das Gegenüber versuchen, diesen zu erklären. Dann löst man den Trick auf. Was die "Magie" verfliegen lässt. Genau das ermöglicht dann die Magie dieses Rahmens.

Er ist dann gut, wenn hinter irgendeinem Problem mentale Konstrukte stehen, welche der Person nicht bewusst sind. Dafür - Stichwort notwendige Informaitonen - muss man natürlich erst einmal jene wissen. Heißt ein wenig Diagnostik vorab ist wichtig. Nun ist es so, dass uns das, was im Kopf vorgeht, ziemlich real erscheint - und damit auch die daraus entstehenden Konsequenzen, zum Beispiel Ängste, dysfunktionales Verhalten, was auch immer. Kann man offenlegen, wie es dazu kommt? Natürlich. Man denke da an meine Reihe zum Rahmenspaß mit destruktiven Emotionen.

Jene alleine offenzulegen kann man machen. Besser aber ist es meiner Erfahrung nach, es als Blick hinter die Kulissen zu verkaufen. Sei es durch einen Zaubertrick. Sei es durch eine Erklärung, wie Filmtricks zustande kommen. Das ganze, bevor man offenlegt, wie es zum Problem des Klienten kommt, und welche mentalen Konstruktionen dahinter stecken. Dadurch werden jene oft ebenso entkräftet, wie die "Magie" des Zaubertricks verfliegt.

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