Sonntag, 13. April 2014

Ein paar ausgewählte Rahmen aus dem Werkzeugkasten XII

Heute mal zwei kurze kleine Erweiterungen bereits bekannter Ideen.

Übertreibung

Übertreibungen sind aus mehreren Gründen hilfreich, wenn der Kontext es zulässt (z.B. Selbstwertprobleme eher ja, Traumata eher nicht). Erstens bringen sie das Gegenüber dazu, das Problem zu verkleinern und sich dabei selbst die Grenzen dessen bewusst zu machen. Ich denke, hier muss ich nicht erklären, warum das alleine schon nützlich ist. Zweitens bringen Sie das Gegenüber zum Lachen. Problem und Lachen gleichzeitig zu aktivieren, das ist zumeist neu, und neu ist gut.

Das ganze geht sehr stark in das mit hinein, was ich über Probleme schrieb.


Redefinition

Klassischer Bedeutungsreframe ist "A ist nicht B, A ist C!". Hier käme noch eine kleine Erweiterung hinzu. "A ist nicht B, A ist C und das bedeutet E!"

Schwer zu verstehen? Das ist nicht schwer zu verstehen, das ist nur eine etwas abstrakte Ausdrucksweise für etwas, was dir ganz leicht von der Zunge gehen wird, wenn du es erstmal ausprobierst. (Hier musste ich mich gerade selbst stoppen, weil ich in Richtung Metapher abschweifen wollte. Das ist aber ein Thema für einen anderen Tag.)

Sieht trivial aus. Ist es auch. Hier wird jedoch noch ein zusätzlicher Effekt mitgenommen. Über den ich, wenn ich so nachdenke, auch mal gesondert schreiben sollte. Der hinzugekommene letzte Teil wird, wenn die Bedeutungsrahmenveränderung angenommen wird, quasi "huckepack" mitgenommen und akzeptiert.

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