Montag, 8. Dezember 2014

Zwei Jahre

Vor fünf Jahren schrieb ich einen Text, der sich auf ein Machwerk aus dem Jahr 2004 bezog - und darin merkte ich an, wie sehr sich in den fünf Jahren die Kultur verändert hatte. Damals erntete ich einige irritierte Blicke. Manche sahen keine Änderung. Viele andere bemerkten sie erst, als ich darauf hingewiesen hatte. Inzwischen sind seither 10 Jahre vergangen - eine ganze Dekade. Aber das soll nicht das Thema sein.

Genau heute vor zwei Jahren fing ich an, meine Gedanken hier niederzuschreiben. Mein Hauptmotiv damals war, abseits der streng wissenschaftlichen Lehre in meinem Beruf auch mal in diesem doch für mich ungewohnten Medium die mehr oder weniger faszinierenden Seiten der Psychologie zu behandeln. Oder auch nur meinen Gedanken Form zu verleihen. Manche, ich denke da z.B. an "eine einfache Frage", sind dabei doch etwas außer Kontrolle geraten.

Blogjubiläum, yay! Für mich ist es nicht nur das. Die vergangenen Tage dachte ich darüber nach, wie sehr sich die Welt in den vergangenen zwei Jahren verändert hat. Hätte ich bezüglich manch weltpolitischer Entwicklung Vorhersagen gewagt, wie es inzwischen gekommen ist, ich hätte mich selbst für verrückt erklärt (z.B. Snowden-Enthüllungen, Folgen des Ukraine-Konflikts, IS und vieles mehr). Dabei wurde mir bewusst, hier ist wieder der langsam hochköchelnde Frosch da. 2008 brach die Finanzkrise los. Seither hat sich an der Finanzpolitik der großen Währungsinstitutionen (FED, EZB) nichts geändert. Ist die Finanzkrise eigentlich offiziell vorbei? Normalität geworden? Habe ich völlig verpasst.

Ich bilde mir ein, in den vergangenen zwei Jahren viel gelernt zu haben. Gerade wenn ich manche sehr alten Beiträge anschaue, denke ich, die könnte ich heute besser schreiben. Mal schauen, vielleicht finde ich dazu mal die Zeit.

Als ganz persönliche Rückschau bemerke ich auch, welch unterschiedliche "Geschmacksrichtungen" die Jahre hatten. Das Jahr 2013 stand für mich unter dem Punkt der Horizonterweiterung. Was immer ich für eine Idee hatte, was immer mir für Möglichkeiten für neue Erfahrungen angeboten wurden bzw. sich eröffneten, ich nahm sie an. Allein dadurch fühlte sich 2013 für mich auch wie ein sehr, sehr langes Jahr an. Hingegen 2014? 2014 rauschte an mir vorüber, da ich hier sehr viel mehr so etwas wie Grundsteinlegung für meine Zukunft betrieb, was nur sehr wenig Zeit für anderes ließ. Beide Jahre waren für mich sehr wertvoll, aber sie waren völlig anders. Und 2015 wird wieder ganz, ganz anders.

Was das kommende Jahr wohl bringen wird?

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