Sonntag, 22. Februar 2015

Musik und Konzentration

Gestern fragte mich jemand, ob sich Musik positiv oder negativ auf die Konzentrationsfähigkeit auswirke.

Meine Antwort war ein klares und eindeutiges "kommt darauf an...", es hängt nämlich ab davon, ob

- die Musik dem eigenen Musikgeschmack entspricht, bzw. zumindest für einen selbst irgendwie akzeptabel ist. Musik, die man nicht mag, stört in aller Regel die Konzentration.
- die Stimmung der Musik einhergeht mit Stimmungen, in denen man sich selbst gut konzentriert. Musik hat einen sehr großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Können wir uns besser bei einer energiegeladenen Stimmung konzentrieren, dann wäre energiegeladenere Musik förderlich, ruhigere Musik abträglich. Ist es hingegen umgekehrt, heißt können wir uns bei ruhigerer Stimmung besser konzentrieren, dann wäre energiegeladenere Musik problematisch. Da tickt jeder Mensch aber anders. Und was hinzu kommt, Musik die so gar nicht der aktuellen Stimmung entspricht, kann eher wie ein Fremdkörper wirken.
- die Musik mögliche störende Nebengeräusche überdecken kann. Ist das der Fall, dann wirkt sie in den allermeisten Fällen förderlich.
- die Musik mögliche wichtige Geräusche überdeckt, z.B. weil man an einer Aufgabe sitzt, wo man genau hinhören muss. Dann ist sie abträglich.
- damit einhergehend gilt aber auch, dass die Musik die Schwierigkeit soweit erhöhen kann, um in den "Flow"-Tunnel zu kommen, und in dem Fall ist die Konzentration besser.

Wie geschrieben, die Antwort ist ein ganz klares "kommt drauf an!"

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