Freitag, 7. August 2015

Die Theorien unserer Zeit

Eins finde ich immer fasziniert. Schon in der Schule lernen wir über all die überholten Theorien der Vergangenheit, wie Menschen in früherer Zeit die Welt sahen. Angefangen bei "die Erde ist eine Scheibe" über teils richtig schräge Vorstellungen über den Menschen, die Welt und alles, was dazu gehört.

Ironischerweise durchaus Vorstellungen, die unbeabsichtigt Erfolge verbuchten. Beispielsweise Ideen wie die, dass die Pest von üblen Winden aus Sümpfen ausgelöst wurde, woraufhin einige Herrscher inmitten von Feuern gesetzt wurden, welche die Winde reinigen sollten. Folge war, dass die eigentlichen Pestüberträger (Rattenflöhe auf Ratten) nicht an die Leute heran kamen. Auch eine stehen gebliebene Uhr zeigt zweimal am Tag die richtige Zeit an.

Jetzt aber mal die richtig gemeine Frage. Was ist mit den Theorien von heute? Hier unterscheidet sich Wissenschaft von Pseudowissenschaft(en). In der Wissenschaft gibt es nur "zeitweise Erkenntnisse", in der Wissenschaft lässt sich niemals etwas beweisen, es kann nur eine Weile nicht widerlegt werden, bzw. von treffenderen Theorien abgelöst werden.

Wie werden zukünftige Generationen über die für Wahrheiten gehaltene Glaubenssätze unserer Zeit denken? Es ist ziemlich arrogant zu glauben, dass wir auch nur in einem Teil des Verständnisses unserer Welt wirklich die Wahrheit gefunden hätten. Vielleicht liegen wir näher dran, sehr wahrscheinlich in manchen Teilbereichen sogar. Dennoch denke ich, gerade was so Vorstellungen angeht, wie wir zu leben haben - all diese Dinge waren immer Veränderungen unterworfen. Ob es hier überhaupt eine Wahrheit gibt, wer weiß? Was ich aber glaube zu wissen, ist, dass sich das Rad weiterdrehen wird.

Die Frage ist nur 'wohin'.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen