Donnerstag, 24. Dezember 2015

Unsere eigenen kleinen Rituale

Heiligabend. Frohe Weihnachten!

Was ich jedoch die letzten Tage immer wieder hörte, war, dass keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen mag. Liegt es am Wetter? Dann gäbe es in Australien nie Weihnachten. Nein. Denken wir einmal anders.

Rituale sind immer wiederkehrende Handlungen, die nach einem mehr oder weniger starr vorgegebenen Ablauf ausgeführt werden. Das klingt erstmal beengend, hat jedoch große Vorteile. Unter anderem werden Emotionen schnell mit den Ritualen verknüpft. Ich kenne keine zwei Familien, die gleich Weihnachten verbringen, jede hat ihre eigenen Rituale. Werden die auch halbwegs eingehalten, hurra, Weihnachtsstimmung! Wenn nicht, dann doof.

Dies ist Schatten und Licht zugleich. Auf der einen Seite zeigen uns unsere eigenen Rituale einen Weg hin zu positiven Emotionen. Manchmal reicht es sogar jene Rituale im Kopf durchzugehen (wenn dann wirklich sehr kleinschrittig aber), um jene Emotionen hervorzuholen.

Umgekehrt haben wir auch Rituale, die uns zu negativen Emotionen führen. Auch das kann manchmal nützlich sein, um jene zu verarbeiten. Werden sie jedoch durch sie immer wieder hervorgeholt, dann lohnt es sich nicht, bei der Emotion anzusetzen - die ist ein Echo, ein Nachhall, sondern beim Ritual.

Aber das ist kein Thema für die Weihnachtstage. Heute sollten positive Rituale im Vordergrund stehen.

In dem Sinne fröhlichen Nudelsalattag!

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