Donnerstag, 24. Mai 2018

Mayonnaise im Tank

Wenn es uns gut geht, dann vergessen wir es oft. Und wenn es uns nicht gut geht, dann reicht es alleine oft nicht - und die Kraft uns darum zu kümmern fehlt häufig.
 
Sprechen wir nämlich einmal über die Bedürfnisse unseres Gehirns. Unser Gehirn ist sehr anpassungsfähig. Wäre es ein Sportwagen, es könnte sogar mit Salatöl oder Mayonnaise fahren.
Dennoch fährt es mit Super Plus besser als mit ranziger Mayo.
 
...
 
Was können also so kleine Dinge sein, welche dem Hirn gut tun?

Ich möchte nur einmal ein paar Ideen einwerfen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit.

- gesunde Ernährung. Unser Gehirn braucht bestimmte Stoffe um gut zu funktionieren. Es kann zwar auch arbeiten, wenn manche davon fehlen, jedoch mit Problemen. Omega 3-Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente, Vitamine... in einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung sind die drin. (Beziehungsweise sollten drin sein. Falls sie fehlen, ist es keine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung.)

- Bewegung. Zwischen Herz und Hirn besteht eine sehr enge Verbindung. Was dem Herzen gut tut, das tut in aller Regel auch dem Hirn gut. Zudem hat Bewegung selbst eine Wirkung auf unser Gehirn. Es löst positive Prozesse aus, die sonst nicht stattfinden.

- regelmäßige Entspannungszeiten. Abschalten können und dürfen. Damit einhergehend auch so etwas wie Natur, Wasser, Tiere... je nach persönlicher Vorliebe.

- jetzt wird es etwas komplizierter. In unserem Gehirn werden verschiedene körperliche Rhythmen verwaltet. Normalerweise (also bis vor so ca. 150 Jahren) half das Sonnenlicht diese Rhythmen im Einklang zu halten. Manche Gehirne brauchen keine Unterstützung. Andere jedoch schon. So etwas wie Sonnenaufgangswecker, Vermeidung von blauem Licht am Abend, soweit möglich Einhaltung einer gewissen Regelmäßigkeit im Tagesablauf hilft dabei die im Einklang zu halten.

- Gemeinschaft. Wir Menschen sind soziale Wesen. Es gibt mittlerweile einige Studien, welche z.T. dramatische Gesundheitsfolgen von Einsamkeit beschreiben. Durch Fernsehen oder soziale Medien lässt sich da unser Gehirn nur sehr bedingt austricksen.

... und bestimmt noch eine Menge mehr ...

Ich finde es wichtig, dass nicht nur am "Gedankeninhalt" geklebt wird. Sicher ist dieser auch extrem bedeutsam, nur wenn man ständig Mayo in den Tank gibt, dann wird das Auto kaum problemfrei und gut fahren können.

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